Der Palast des “Fauchtnichtgut“ IV

Tarigulum-1-w

Das Tarangilium

Nachdem die Stimmung im Drachenschnapper ihren Höhepunkt erreicht hatte und auch schon einige Blumenvasenbilder Opfer versehentlicher Faucher geworden waren, ging ich mit meinem Schreiber Thorwald etwas an die frische Luft, denn inzwischen hatte Hora Daltos damit begonnen, mit seinem teuflischen Tabak alles grünlich einzunebeln und wir mussten schon übelst husten, äh .. fauchen, was auch die angekokelten Vasenbilder erklärte, … aus Versehen natürlich, klar :-)

Unseren Drachenmet hatten Thorwald und ich mit nach draußen genommen und wir sprachen ausgelassen über unsere Abenteuer, als ich auf die tolle Idee kam, genau jetzt dem Palast des Fauchtnichtgut einen Besuch abzustatten.

Welch glorreiche Idee!!
Wir waren begeistert und machten uns singend auf den Weg.
Auf halber Höhe des Drachenhügels befand sich ein breiter Vorsprung und da stand er auch schon ächzend und schaukelnd vor uns, der Pfuschpalast.
Unheimlich hoch kam er uns in der Dunkelheit vor und im Mondenschein wirkte er tatsächlich wie ein riesiges Ungeheuer, das sich bald auf uns stürzen würde.

Wir schluckten und unsere Idee fanden wir beide jetzt nicht mehr so gut, aber was wäre ein Al Drachos mit seinem abenteuererprobten Schreiber, wenn sie jetzt aufgeben würden?
Also erst dem stinkenden Geruch nach zum Eingang geschlichen, dort lag der Müll von Wochen, … würg … uns wurde übel und wir hielten uns die Nasen zu. Dann standen wir vor dem riesigen Steintor, es stand sogar einen kleinen Spalt offen und ein Licht schimmerte hindurch.

Egal, wir rissen uns zusammen und traten aufrecht dem Ungewissen entgegen.
Nach der Eingangshalle gingen wir dem Lichtschein entgegen der aus einem Zimmer kam und inzwischen hörten wir auch das wirre Kichern und Gestammel des Fauchtnichtgut immer lauter, je näher wir der offenen Tür kamen. Ein mächtiger Marmortisch stand da, mit massiven Kerzenleuchtern, die eine armselige Gestalt in zerrissener Kleidung beleuchteten. Man erkannte Fauchtnichtgut fast nicht mehr.
Er registrierte uns gar nicht, als wir zu ihm und dem geheimnisvollen Objekt traten, das er verkrampft in den Händen hielt und immer wieder „Chralitiumch echnosch“ … stammelte.

Zuerst traf es Thorwald wie ein Blitz, dann mich! Wir beide erschraken selbst, als wir gleichzeitig das Wort riefen: “Tarangilium“

Ich kannte es nur als Zeichnung in dem Bericht meines Schreibers aus der dunklen Bibliothek oder besser, von dem Abenteuer, das Thorwald mit seinen Freunden vor einiger Zeit dort erlebt hatte.
Aber Thorwald hatte es selber damals in seinen Händen gehalten auf ZOLTACK / SCOHRUNAY und es war die Rettung der kleinen Gruppe.

©AR 2016

Advertisements

Ein Gedanke zu “Der Palast des “Fauchtnichtgut“ IV

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s